Ein Patient kommt nach einiger Zeit doch wieder einmal: Herr B. hat ja gewechselt (vor Monaten/Jahren). Jetzt: ich soll ein Rezept ausstellen: spezielle Wirkstoffe, Befunde keine. Wer denn der Erstverschreiber? Die Wahlärztin in Hall, aber die ist so weit weg…und dann? Ja die HÄ, aber die macht das jetzt nimmer, des is zu aufwendig.

Herr B., verstehe ich Sie richtig: Sie benutzen uns hier also als Ihren Fußabstreifer.

Der Herr lehnt sich zurück, Körperhaltung , Gestik, Tonfall wie ausgewechselt (vorher eher unsicher, müde, erschöpft zu ziemlich selbstherrlich): „Ja.“

Mhm.

Augrund der fehlenden Befunde etc.: keine Bewilligung, leider, bemühe ich mich auch nicht darum…

Patient verlässt heute also beleidigt die Ordination. Zwei Stunden später kommt seine Mutter: sie sei so enttäuscht von uns: dass wir so mit ihrem Sohn umgehen.

Finde den Fehler.

Muss ich entsprechen? Nein. Soll ich entsprechen? Hm. Will ich entsprechen? Nö.